Die Tür ging auf und Alessia stürmte ins Zimmer, „Papa, Papa! Du hast schon wieder verschlafen. Fahr mich zur Schule!“ Plötzlich war er hellwach, er stand auf, zog sich an und fuhr Alessia zur Schule. Fürs Frühstück hatte er wieder einmal keine Zeit, denn er war ohnehin schon spät dran. Dann fuhr er über die schneebedeckte Seebrücke in Luzern zum Revier. Dort traf er Tamara auf ihrem Bürostuhl sitzend. Sie beugte sich über die Akten der vergangenen Morde an blonden, hübschen Frauen. „Buuuh!“, schrie er sie an. Erschrocken fuhr sie hoch und starrte ihn genervt an: „ Schön, dass du auch mal auftauchst.“ Simon liebte es wenn sie wütend war. Entzückt sagte er: „Guten Morgen, meine Dame.“ Darauf erwiderte sie nichts. Simon setzte sich neben sie und schaute ihr direkt in die Augen. Eiskalt sagte sie:„ Lies diesen Text und sei still.“ Simon strahlte. Er liess sich nieder und las die Akten durch. 10 Minuten später fragte er: „Wie war es jetzt eigentlich vorgestern. Das Essen mit ihm war bestimmt nicht schön.“ Tamara warf ihm einen vernichtenden Blick zu. Weiter beschäftigten sie sich mit den Akten. Sie erfuhren durch Telefonate mit den Verwandten der Opfer, dass alle reich waren und bevor sie starben hatten sie immer das Gefühl, dass sie verfolgt werden. Simon dachte, dass das genau zu Tamara passte. Dies beunruhigte ihn noch den ganzen Tag lang. Deshalb versuchte er sie auszuquetschen, erfuhr jedoch nichts. Nach dem Abendessen mit seiner Tochter, sagte sie: „ Papa, ich habe ein neues Gedicht in der Schule im M&U Unterricht gelernt. Willst du es hören?“ „Ja mein Goldengel, erzähl!“
„ Es geht so: Männli, Nölli…., Nein, Nölli, Männli Luegisland, Wach ufs Ziit Scherms, Pulver ufem Allewendedächli.“
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