Donnerstag, 27. Januar 2011

Henning Mankells "Kurt Wallander"

Zusammenfassung: Henning Mankells „Kurt Wallander“

Autor

Unser Autor heisst Henning Mankell er wurde in 1948 in Stockholm (Schweden) geboren. Seine Eltern trennten sich sehr früh daraufhin lebt der kleine Henning mit seiner Schwester bei seinem Vater. Seine Mutter bringt sich aufgrund der Scheidung um.

Nach seinem Schulabschluss beginnt Henning Mankell eine Ausbildung zum Theaterregisseur und arbeite dann in verschiedenen Theatern in ganz Schweden. Er henkt den Regisseurberuf an den Nagel, um Schriftsteller zu werden. Er hat insgesamt 26 Bücher geschrieben, davon handeln 13 von Kommissar Wallander. Heute lebt er zeitweise in Afrika und Europa und ist politisch sehr aktiv.

Protagonisten

Kurt Wallander : Mitte 50, Chefermittler, Diabetiker, geschieden, hat eine Tochter,

Negativdenker, nicht offen für Neues, hat keine

Spontanität, liebenswürdig, nett,

Ann-Britt Höglund: : Mitte 30, schlank, Ermittlerin, mitten in Scheidung, liebenswürdig,

hilfsbereit, ehrlich,

Martinsson : Mitte 30, Ermittlungspartner von Wallander, sportlich, egoistisch,

führt Intrigen,

Lisa Holgersson : ca. 40, Polizeichefin, fair, Regelvernarrt, liebenswürdig,

Sven Nyberg : Mitte 50, Spurensicherung, guter Kombinierer, Negativdenker,

Eigene Meinung

Es dauert lange bis man sich im Fall integriert fühlt. An und für sich eine ziemlich lange Ermittlungsgeschichte mit Spannung und guter Aktualität. Zudem kommen Witz und sehr biedere Ansätze hervor. Man kann sich sehr gut mit Wallander identifizieren und fühlt

deshalb sehr mit.

Inhaltsangabe

Die Geschichte Beginnt mit jemandem, namens Tynnes Falk, der zu einem Bankautomaten läuft, um einen Kontoauszug rauszulassen. Daraufhin Stirbt er an Ort und Stelle, es ist für den Leser unmöglich zu wissen ob es Mord oder ein natürlicher Tod war.

Teil 1

Wallander und sein Team erfahren von einem Mord an einen Taxifahrer von zwei jungen Frauen.

Eine 14(Eva) die Andere 19(Sonja), sie sagen es handle sich um Geld, doch Wallander und sein Team glauben dieser Aussage nicht. Die Mädchen zeigen sich Eiskalt im Angesicht des Todes.

Privat geht es Wallander auch nicht so rosig, er ist jetzt schon so lange Polizist und möchte eigentlich ein neues Leben anfange, fast aber den Mut doch nie.

Sonja entkommt aus dem Polizeipräsidium und ist auf der Flucht. Das ganze Polizeipräsidium läuft auf Hochturen. In der darauffolgenden Nacht gibt es plötzlich ein Stromausfall, das Team begibt sich zum Tranformatorenzentrum bei Ystad und entdeckt den Grund für den Stromausfall, es ist die völlig verkohlte Leiche von Sonja.

Nebenbei verschwindet die Leiche von Tynnes, der, der die Leiche gestohlen hat hinterlässt nur ein Relais, daraus können sich die Ermittler eine Verbindung zwischen den Todesfällen denken. Zugleich Verändert Eva die Beschreibung der Geschehnisse und sagt, der Mord sei allein Sonjas Schuld. Jedoch kann sie eigentlich noch gar nicht wissen, dass Sonja Tod ist.

Bei dieser Befragung schlägt Eva ihre Mutter, Wallander kann sich nicht mehr halten und gibt Eva eine Ohrfeige, dummerweise kann das ein Fotograph festhalten, und jetzt hat Wallander noch eine interne Untersuchung am laufen.

Sie finden heraus dass Tynnes Falk als Computerberater arbeitete und eine ziemliche merkwürdige Persönlichkeit war.Bei der Untersuchung der Wohnung schießt jemand auf Wallander, trifft ihn jedoch nicht, kann aber fliehen. Plötzlich taucht die Leiche von Tynnes Falk wieder auf und zwar genau da, wo sie schon einmal gefunden wurde. Nun ist sie nackt und es fehlen ihr zwei Finger, die Finger mit denen er am meisten am Computer arbeitete.

Wallander will nun an den Computer von Falk, was ihn jedoch im Taximord nicht weiterbringt, jedoch hat er die Vermutung, dass es zwischen den Morden ein Zusammenhang gibt. Die Firewalls des Computers sind aber kaum zu durchdringen, deshalb heuern sie den jungen geschickten Hacker Modin an.

Teil 2

Der zweite Teil der Geschichte beginnt in Angola, dort erzählt, ein Mann namens Carter, von Falks radikalen Ideen und seine Beziehung zu ihm.

Der Häcker, welcher schon ins Pentagon eingedrungen ist, arbeitet hart und kann so die Schutzmauern des Computers umgehen. Er entdeckt im Computer von Falk eine Zahl, die immer wieder auftaucht. Wallander schließt daraus, dass die Zahl 2o sich auf ein Datum bezieht. So entsteht ein indirekter Countdown. Wallander und sein Ermittlungsteam sehen sich in Sonja Höckbergs Leben um und entdecken, dass sie ein Freund namens Jonas hatte, der ohne seine Eltern alleine in einem Haus lebte. Als Wallander am Wohnort des Jungen ankommt, wird ihm klar dass der Jung schlagartig flüchtete.

Wallander und sein Team versuchen eine Verbindung zwischen den Toten zu finden, kommen aber auf keinen grünen Zweig.

Währenddessen arbeitet der Häcker unerbittlich am Computer des Verstorbenen weiter. In den Zahlen Codes kann der Computerspezialist Geldinstitute identifizieren. Nun ist Wallander gefragt ob es ein Zusammenhang zwischen den Instituten gibt. Währenddessen findet man den Freund von Sonja zerquetscht in einem Schiff. Die vielen brutalen Morde nehmen Wallander psychisch sehr mit, deshalb probiert er, nach anraten seiner Tochter, durch eine Kontaktanzeige, eine Frau kennen zu lernen. Zu seiner Überraschung meldet sich eine Frau. Er trifft sich mit ihr und sie gewinnt sein Vertrauen, was später fatale Folgen für ihn und Modin haben wird.

Nun versucht der Häcker die Daten des Computers von Tynnes Falk zu kopieren, um sie für den Eigengebrauch zu verwenden. Das ist ein fataler Fehler, wie sich danach herausstellt, denn er wird durch sein Handeln entdeckt und gejagt. Nun beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn Wallander muss den Häcker finden und gleichzeitig die Welt vor einem Finanzchaos bewahren. Wird er es schaffen ??

Mittwoch, 26. Januar 2011

6. Kapitel

Ausgeschlafen von der schlechten Nachricht und dem ach so informativen Elterntreff, begab sich Simon ins Bad. Er musste sich erstmal duschen, Gel ins Haar streichen und dann Frühstück zubereiten. Alessia hatte heute zwei Lektionen später Schule, da sie einen Ausflug ins Naturkundemuseum Luzern machten. Dies hieß nicht nur für sie später aufstehen. Ein alleinerziehender Vater musste sich eben anpassen, doch dies machte er natürlich gerne. Für seine Prinzessin würde Simon alles tun. Seine Frau hingegen hatte sie nach der Geburt einfach sitzen gelassen. Weg war sie. Aber bevor sie mit dem neuen Cabrio abgehauen war, hatte sie noch das kostbare Geschirr eingepackt. Manchmal fragte er sich, was er an ihr gefunden hatte. Doch diese Frage war schnell beantwortet. Sie war jung, hübsch und klug gewesen, bis zu dem Tag, an dem sie zu trinken begonnen hatte. Er mochte zwar auch ab und zu einen Schluck aus seinem Flachmann, aber er hatte seine Trinkerei ziemlich im Griff, vor allem auch wegen Alessia.
Nun saß er mit seiner Tochter beim Frühstück. Am Morgen gab es bei ihnen nicht viel zu bereden, da sie beide kleine Morgenmuffel waren. Später fuhr Simon Alessia zum Treffpunkt vor dem Museum, da dieses auf dem Weg ins Archiv lag. Als er den Eingang des Archivs, welches für ihn wie eine übergroße Bibliothek schien, betrat, strebte er schnurstracks auf das 16. Regal zu. In der zweiten Reihe bemerkte er nun wieder die Akte von gestern. Simon öffnete sie, wie er vermutete, war auch damals das Opfer jung, blond und hübsch gewesen, doch dies war noch nicht alles, zu seinem erstaunen hatte auch diese Frau ein eingeritztes Zeichen auf der Brust gehabt, oder sollte er sagen diese Frauen? Denn es war nicht nur ein Fall, der übereinstimmte mit seinem jetzigen, nein es waren vier Fälle aus der Vergangenheit. Dazu kam die ermordete Frau beim Christbaummarkt und das neue Opfer, welches ihm gestern Abend von Fries gemeldet worden war. Wenn seine Rechenkünste nicht schon wieder versagten, ergab dies sechs Morde. All diese waren in den vergangenen drei Jahren geschehen. Doch eins konnte er sich nicht erklären, vier der sechs Todesfälle passierten innerhalb von drei Wochen und zwar im Jahre 2008, dann gab es eine zwei-, nein sogar dreijährige Pause und nun geschahen wieder solche Morde, die genau in ein Schema passten. Er musste es wohl mit einem Serienmörder zu tun haben. Und dies in der Schweiz! Diese Frage beschäftigte Simon auch noch auf dem Weg zum Polizeirevier. Dort hielt er sich aber nicht lange auf, denn er wurde von seinem Chef Volker zum Tatort geschickt. Dieser befand sich wenige Meter von der Kappelbrücke entfernt. Die Leiche, welche ihm Fries gestern gemeldet hatte, war schon unter einem weißen Tuch verborgen. Als sich Simon bei Färber erkundigte wo genau denn die Leiche gewesen war, erklärte ihm dieser, dass sie in der Gasse um die Ecke neben einem Container gelegen hatte. Bei diesen Temperaturen war die Frau natürlich starr gefroren. Doch dies war, wie sich herausstellte, nicht die Todesursache, denn sie war brutal erwürgt worden.
Ein kurzer Blick unter das weiße Leintuch bestätigte die Aussage von Fries, sie war jung, blond und wunderschön. Außerdem hatte auch sie ein eingeritztes Zeichen auf der Brust. Es sah aus wie ein Schirm.

Montag, 24. Januar 2011

Sara Paretsky: Vic Warshawski - Die verschwundene Frau

Die Erfinderin von Vic Warshawski heisst Sara Paretsky und wurde am 8. Juni 1947 geboren. Sie wuchs in Ames, Kansas, auf, zog jedoch schon bald nach Chicago, wo sie heute lebt. Sie ist mit dem Physikprofessor Courtenav Wright verheiratet, der drei Söhne hat.
Mehrer Bücher schrieb sie nachts, während sie tagsüber arbeitete. Sie beschloss erst 1986, hauptberuflich als Schriftstellerin zu arbeiten. Sie engagierte sich stark für andere SchriftstellerInnen. Sara Paretsky wurde zweimal mit einer Ehrendoktorwürde für ihre Romane ausgezeichnet.
Sie ist eine ehemalige Verkaufsmanagerin in Chicagoer Versicherungsagentur und ist daher mit den theoretischen Grundlagen der Detektivarbeit bekannt. 1982 erfand sie die Privatermittlerin Vic Warshawski, über die es bis jetzt viele mehr oder weniger bekannte Bücher gibt.

Vic Warshawski wurde im Jahr 1955 als Victoria Iphigenia Warshawski geboren. Von Beruf ist sie Privatdetektivin. Vic ist selbstständig und unabhängig, stur und manchmal jähzornig oder sarkastisch. Ihre Hobbys sind Karate und Klavierspielen. Um sich notfalls verteidigen zu können, besitzt sie eine Smith & Wesson. Vic hat keine Kinder und ist geschieden. Sie teilt zwei Hunde, Peppy und Mitch, mit ihrem Nachbarn Salvatore Contreras.
Wichtige Werke mit Vic Warshawski sind Schadenersatz, Deadlock, Tödliche Therapie, Blood Shot, Blacklist, Die verschwundene Frau und viele mehr… Nur „Deadlock“ wurde verfilmt.

Das Buch „Die verschwundene Frau“ ist ein Detektivroman und gilt als eines der besten Bücher Paretsky’s.1999 ist das Buch erstmals in der amerikanischen Originalausgabe unter dem Titel „Hard Time“ erschienen. Darum geht es in dem Buch:
Als Vic nach einer Feier bei einem verrufenen Viertel um die Ecke biegt, überfährt sie fast einen leblosen Körper. Die Frau wird kurzerhand ins Krankenhaus eingeliefert, wo sie bald darauf an schweren Bauchverletzungen stirbt. Vic wird vorgeworfen, sie hätte die Frau angefahren. Dann verschwindet die Leiche, bevor die Obduktion durchgeführt werden kann, der Unfallbericht wird gefälscht und Vic wird von einem Polizisten Namens Lemour beschattet.
Nach vielen Recherchen erfährt sie mehr über die Frau: Sie heisst Nicola Aguinaldo, ist eine junge Immigrantin und hat zwei Töchter. Nicola war eine Angestellte von Robert Baladine, dem „Carnifice“, ein riesiger Sicherheitsdienst, und die Haftanstalt „Coolis“ gehört. Nicola war wegen Diebstahl in diesem Gefängnis und arbeitete dort in der Näherei. Dort wurde sie auch als letztes lebendig gesehen, denn sie schien auf unerklärliche Weise geflohen zu sein.
Wie Vic bald weiss, ist Baladine in den Tod von Nicola verwickelt; er will Vic daran hindern, mehr über den Fall herauszufinden. Sie bekommt Drohungen, wird beschattet, ihr Telefon wird abgehört. In ihr Büro brechen Leute von „Carnifice“ ein, stehlen und manipulieren Vics Unterlagen.
Vic kommt durch ein Missverständnis ebenfalls in dieses Gefängnis. Vic‘s Anwalt Freeman könnte sie aus dem Gefängnis holen, doch sie will noch nicht. Sie kann durch eine Kamera- Uhr verschiedenen Szenen fotografieren, zum Beispiel wie die Frauen sich beim Arbeiten in der Küche verbrennen oder als ein Aufseher eine Insassin belästigt. Auch von der grossen, illegalen Näherei- Fabrik schiesst sie Fotos, und wie sie anschliessend von ihrem Aufseher mit dem Elektroschocker und einem Tritt in den Bauch ruhig gestellt wird. Sie schafft es dann, aus dem Gefängnis herauszukommen und sich am Mörder von Nicola Aguinaldo zu rächen, aber mehr verraten wir hier nicht…

Sonntag, 23. Januar 2011

Kapitel 5

Eigentlich sollte er nicht noch mehr von dem guten Schokoladenkuchen zu sich nehmen, denn er hatte schon genug Speck auf den Rippen. Dennoch bestellte er ein Stück bei der jungen Serviertochter. Er suchte sich einen Platz am Fenster, um den Vierwaldstätersee besser betrachten zu können. Das Kaffee Heini war schon immer seine Lieblingsgaststätte gewesen. Seine Grossmutter hatte ihn immer zu einem Dessert hier eingeladen, seine Mutter hatte nie Zeit gehabt, um etwas mit ihm zu unternehmen. Er liess seinen Blick über die Menschenmenge schweifen und entdeckte, dass sich ein paar Bauarbeiter am Einkaufszentrum zu schaffen machten. Dieser Anblick erinnerte ihn an den Bau des Soccer City Stadions in Kapstadt, für die Fussballweltmeisterschaft, bei dem er mitgearbeitet hatte. . . Nun war er wieder hier und er konnte sein Werk vorantreiben. Die Serviertochter kam an seinen Tisch und fragte ihn, ob er ein weiteres Stück möchte, denn er hatte seinen Schokoladenkuchen schon gegessen, ohne dass er es gemerkt hatte, er verneinte und bedankte sich höflich. Er packte seinen Mantel und verliess das Kaffee, beim Hinausgehen fiel sein Blick auf eine junge, blonde Frau.Er beschloss sie anzurempeln, um mit ihr in ein Gespräch zu kommen.Als er seine Gedanken in die Tat umgesetzt hatte. Entschuldigte er sich und fragte, ob er dieses Missgeschick bei einem Dinner wettmachen könne. Sie antwortete, dass sie es sich noch überlegen müsse und reichte ihm ihre Karte. Er ging sichtlich entspannt aus dem Kaffee. Denn er wusste, was nun zu tun war.

Sonntag, 16. Januar 2011

Petra Ivanov und ihr Buch "Fremde Hände"


Buchvortrag über Petra Ivanov und ihr Buch „Fremde Hände“

Die Autorin unseres Buches, Petra Ivanov, wurde 1967 in Zürich geboren und verbrachte ihre Kindheit in den USA. Die Matura schloss sie jedoch in der Schweiz ab, wo sie auch die Dolmetscherschule besuchte. Später arbeitete sie als Sprachlehrerin und als freie Übersetzerin. 1995 bis 2006 war sie als Redaktorin tätig und bildete sich in Journalismus und in Erwachsenenbildung weiter. Auch heute arbeitet die Autorin noch als freie Journalistin. Petra Ivanov reiste früher oft ins Ausland und sammelte dort viele Eindrücke von miserablen Zuständen in anderen Ländern (Menschenhandel, Gewalt). Mit ihren Zeitungsartikeln wollte sie die Menschen darauf aufmerksam machen, erhielt aber nur sehr wenig Publikum. Dann fing sie an, Krimis zu schreiben. Mit diesen wollte sie viele Menschen ansprechen und über die heutigen Missstände in der Gesellschaft aufklären. In ihrem ersten Buch „Fremde Hände“, unser Vortragsbuch, wollte Ivanov zuerst keine Leiche. Aufgrund fehlender Spannung erfand sie zur wahren Geschichte einen Mord dazu. Heute ist Petra Ivanov eine viel gefragte Schriftstellerin, schrieb bis heute schon fünf Erwachsenenromane und drei Jugendbücher. Dafür erhielt sie diverse Buchpreise.

Hier kommt man zu Petra Ivanovs Internetseite

Das Ermittlerduo Bruno Cavalli und Regina Flint kommt in allen fünf Kriminalromanen von Petra Ivanov vor. Das Duo ist sehr speziell. Hier ein kleiner Überblick über das Verhältnis zwischen den beiden in unserem Vortragsbuch sowie eine kleine Personenbeschreibung mit den Ermittlungsmethoden von Regina und Bruno:

Vor fünf Jahren trennten sich Flint und Cavalli, doch zwei Jahre später hatten sie wieder eine Affäre miteinander. Es war deshalb nicht einfach für die beiden, nach längerer Zeit des Nichtsehens, einen gemeinsamen Fall zu lösen. Regina, sowie auch Bruno, wussten am Anfang nicht, was sie voneinander halten sollten. Diese „Liebesgeschichte“ von ihnen bringt Abwechslung in das Buch von Petra Ivanov und zeigt zudem auch die Schattenseiten von Flint und Cavalli.


Regina Flint, die dünne und attraktive Bezirksanwältin, arbeitet eng mit der Polizei zusammen. Bei Befragungen geht sie sehr feinfühlig vor und versucht sich in die Opfer zu versetzen. Regina ist oft überfordert mit ihrem Beruf, was auch daran liegen könnte, dass sie ihren Chef nicht mag.

Bruno Cavalli, ein 42 Jahre alter Polizist, der wegen seiner Indianerabstammung oft auch Häuptling genannt wird, genoss ein Teil seiner Ausbildung in Amerika. Cavalli ist ein ordentlicher, sportlicher Mann. Der Frauenheld wohnt in einer spartanischen Wohnung. Mit Tätern geht Bruno manchmal sehr brutal um, wenn es darum geht, ein Geständnis abzulegen. Ausserdem bespricht er mit seinen Arbeitskollegen jeden Tag bei einer Sitzung, welche Arbeiten bevorstehen.

Zusammenfassung:

Im Buch „Fremde Hände“, unser Vortragsbuch und das erste geschriebene von Petra Ivanov, geht es grundsätzlich um das Thema Prostitution und Menschenhandel. Wir erleben die Geschichte aus drei Perspektiven. Hauptsächlich aus der Sicht der Bezirksanwältin Regina Flint und des Kommissars Bruno Cavalli. In kurzen Abschnitten spielt die Geschichte in der erlebten Rede. Beim Lesen versinkt man dabei in den Gedanken der 17 jährigen Zeugin Aurora. Man erfährt, wie ihre beste Freundin in ihrem Beisein brutal umgebracht wurde. Aber wie kam es dazu? In einer Kehrichtverbrennungsanlage wird die Leiche e iner jungen Frau gefunden. In einer Dachbox eingeschlossen, wurde sie dort von einem Mann in einem schwarzen Chrysler, entsorgt. Ein Müllmann hatte eine heraushängende Hand per Zufall entdeckt, als das Auto schon längst weg war. Die Obduktion der Leiche ergibt, dass der Mord nicht gewaltlos verlaufen sein konnte. Bruno Cavalli, der leitende Ermittler in diesem Fall und Regina Flint, seine Kollegin und gleichzeitig ehemals Geliebte, haben es nicht einfach an Indizien und Beweisen für den Fall zu kommen. Doch schon bald stellt sich heraus, dass der oder die Mörder im Rotlichtmillieu der Stadt Zürich zu finden sind. In der Nähe des Fundortes des Chryslers, mit dem die Tote transportiert worden war, glaubt eine Frau in der Mordnacht Schreie aus einer Wohnung gehört zu haben. Der Jugo, wie sie sagt, gehe öfters mit jungen Frauen in der Wohnung ein und aus. Zu besagter Zeit sei noch ein Mann bei ihm gewesen, mit einer Lederjacke, wie die Nachbarin durch ihren Türspion erkannt habe. Die Polizei geht den neuen Hinweisen nach. Beim Durchsuchen der verdächtigen Wohnung, erinnern die Zimmer Regina an ein Bordell. Auf dem Boden liegen Matratzen, die Blutverschmiert sind. Cavalli entdeckt im Zimmer eine Halskette. Später findet er heraus, dass alle minderjährigen Prostituierten eine solche tragen, denn ihr Alter macht sie zu sehr begehrten Opfern sexueller Gewalt. Es wird klar, dass in der Wohnung eine Frau ermordet worden war und es eine Zeugin geben musste, die flüchten konnte. Nach dieser Zeugin wir d nun gesucht, doch sie sind nicht die Einzigen, die ein Interesse daran haben, diese zu finden. Ist der schwarze Mercedes daran beteiligt, der Regina verfolgt und wer hat ihr Büro durchwühlt? Mit der Zeit wird klar, dass das alles etwas mit der Ermordung zu tun hat. Im gefundenen Chrysler werden Medikamentenschachteln gefunden und dank der Hinweise, die diese liefern, kann ein Mann festgenommen werden. Doch noch während er zum Gefängnis gefahren wird, erschiesst ihn jemand gekonnt aus einem vorbeifahrenden, schwarzen Mercedes… Werden dem brutalen Mörder noch mehr Menschen zum Opfer fallen oder wird ihn das Ermittlerteam bald aufspüren? Das wollen w ir euch nicht verraten!


Unser Vortragsbuch beinhaltet eine klare Botschaft: Die Autorin will über Prostitution und Menschenhandel aufklären, wovon viele Minderjährige schon betroffen sind. Ivanov nahm die Angst von jungen Frauen sehr gut auf und vermittelt sie anderen Menschen mit ihrem Buch. Sie spricht Themen an, die viele nicht wahrhaben wollen. Ausserdem geben die Schattenseiten des Ermittlerduos eine sehr natürliche Wirkung auf den Leser ab.

Wir empfanden das Buch als sehr eindrücklich und es gab viele gute Einblicke in nicht alltägliche Situationen.

Grundsätzlich können wir das Buch sehr gut weiterempfehlen. Vor allem jenen, die daran interessiert sind, etwas über das Untergrundleben von kriminellen Organisationen zu erfahren.


Samstag, 15. Januar 2011

Patricia Highsmith mit Tom Ripley


Patricia Highsmith

Die Autorin unseres Romans „Der talentierte Mr. Ripley“, Patricia Highsmith, wurde 1921 in Texas geboren. Nach einer nicht ganz einfachen Kindheit studierte sie, machte den College-Abschluss und verdiente danach mit verschiedenen Jobs etwas Geld. Ihr Talent zum Schreiben hatte sich bei ihr schon in der Schulzeit gezeigt und so bekam sie 1943 eine Stelle als Comic-Texterin. Ihr erster grosser Roman erschien 1950 mit dem Titel „Strangers on a Train“. Die Verfilmung durch Alfred Hitchcock folgte für 6800 US-Dollar 1951. So wurde sie weltberühmt. Mit ihrem Pseudonym Claire Morgan schrieb sie den Roman „The Price of Salt“, der durch eine Begegnung mit einer Kundin aus der früheren Zeit entstanden war. Deshalb auch die Handlung der Geschichte- die lesbische Liebe. Ihre Autorschaft bekannte sie erst 1984 öffentlich. Zu gross war ihre Angst gewesen, als Autorin von lesbischen Geschichten abgestempelt zu werden.

Nach dem grossen Durchbruch mit ihrem ersten Roman „Strangers on a Train“, deutsch „Zwei Fremde im Zug“ lebte Patricia vorwiegend in Europa: Italien, Grossbritannien, Frankreich. 1981 dann liess sie sich im Tessin nieder, lebte dort als eine zurückhaltende, misanthropische Frau und starb dort 1995 an einem langen, schweren Krebsleiden.

Der talentierte Mr. Ripley

Unser Roman „Der talentierte Mr. Ripley“ ist das erste von fünf Büchern mit der Hauptfigur Tom Ripley. Es erzählt von ihm als 25-Jährigen, der laufend mit illegalen Geschäften Geld reinholt. Ein Gespräch mit Herbert Greenleaf ändert die Situation jedoch brisant: Tom fährt von den USA nach Italien. Seine Aufgabe: Den Sohn der Greenleafs, Richard, wieder nach Amerika holen. Dieser nämlich weigert sich strikte. Kosten und Logis werden vom steinreichen Vater seines ehemaligen Schulfreundes übernommen. Doch die Dinge überschlagen sich mehrere Male…

Wichtige Personen

Die wichtigsten Personen im Buch sind natürlich Tom, sein Freund Richard, dessen Eltern Herbert und Emily Greenleaf, Marge Sherwood und Freddie Miles. Richard, auch Dickie genannt, ist ein alter Freund von Tom mit einem eingebildeten und kühlen Charakter. Er hält nichts von längeren Beziehungen und lässt ihm besser bekannte Leute nach einigen Monaten wie heisse Kartoffeln fallen. Sein Vater ist das pure Gegenteil- er geht immer korrekt und geradlinig durchs Leben. Wirkt sehr sympathisch und freundlich, muss aber immer alles unter Kontrolle haben. Seine Frau Emily hängt sehr an ihrem Sohn und möchte ihn unbedingt wieder bei sich haben, weil ihr Ende nicht mehr weit ist. Dass sich die Zeiten aber geändert haben, sieht sie nicht ein. Marge Sherwood ist eine gute Kollegin von Dickie, die zu gerne mehr für ihn sein würde. Als Tom dann plötzlich auftaucht, fühlt sie sich hintergangen und abgeschoben. Als Dickie dann plötzlich untertaucht, versteht sie die Welt nicht mehr. Das ist auch bei Freddie Miles der Fall. Er kennt Dickie schon länger und muss für alles immer eine Erklärung bereit haben. Würde am liebsten der Herrscher der Welt werden, nur damit er auch alles mitverfolgen kann.

Wir persönlich finden das Buch sehr gut. Die Spannung und die Ereignisse sind in einem guten Verhältnis zum Rest eingesetzt und Tom Ripley scheint als realer Mensch wie tatsächlich zu leben. Man könnte ihn fast selber sein. Einige Nachteile sind die Erwähnungen vieler italienischer Ortsnamen. Diese verwirren etwas. Im Buch sind viele abschweifenden Gedanken geschrieben, von denen einige nicht ins Gesamtbild passen und total fehl am Platz sind.

4.Kapitel

Mit seinem Auto machte er sich auf den Weg. Obwohl das Radio in voller Lautstärke dröhnte, liessen ihn die Gedanken an den Mord der jungen Frau nicht los. Mit ihrem Tod waren so viele Fragen aufgetaucht. Wieso musste sie sterben? Was wollte der Mörder ihnen mit dieser eingeritzten Uhr sagen? Stammte diese Uhr überhaupt von ihm?
Das Klingeln des Telefons riss ihn aus seinen düsteren Gedanken. Er schaltete das Radio aus und betrachtete die Nummer auf dem Display, obwohl er sich die nie merkte. "Simon Blum?!" "Sandra Jost, ich bin die Lehrerin ihrer Tochter!" Sandra Jost? So hiess die Lehrerin von Alessia? Wieso um alles in der Welt rief die bei ihm an? "Ja, was ist?" "Ähm... Ich wollte nur mitteilen, dass heute Abend der Elterntreff stattfindet. Sie werden doch sicherlich da sein? Alessia hat mir schon erzählt, wie sehr sie sich freut." Bei diesen Worten wurde ihm richtig warm ums Herz. Dieses Gefühl liess aber nach wenigen Sekunden nach, als ihm klar wurde, was die Worte für ihn eigentlich bedeuteten. Er musste zu diesem Treffen gehen, eine Ausrede war unmöglich. Alessia hatte ihn förmlich dazu gezwungen, und er wollte sein Töchterchen nicht enttäuschen.
So wurde der Abstecher ins Archiv unfreiwillig gekürzt. Er hatte nach ähnlichen Verbrechen suchen wollen, aber eine Stunde reichte da nirgendwo hin. Die ersten 30 Minuten verbrachte er damit, das richtige Regal zu finden. Als er endlich die Akte über einen Mord an einer jungen, hübschen Frau in der Hand hielt, machte ihm die Uhr an der Wand unissverständlich klar, dass er sich ziemlich beeilen musste. Eines aber merkte er sich: Es war eine Akte aus dem 16.Regal in der zweiten Reihe!
Er traf um 18.40 Uhr beim Schulhaus ein. Angefangen hatte dieses um 18.30 Uhr- aber das war nicht so schlimm. Er hatte schliesslich noch den ganzen Abend Zeit, sich von der Lehrerin sagen zu lassen, wie sich seine eigene Tochter entwickelte.
Und so wurde es dann auch. Aber es war nicht nur die Lehrerin, die meinte, alles besser zu wissen. Er musste auf Fragen wie "Wie schaffen Sie das, Kind und Job unter einen Hut zu bringen?" oder "Was machen Sie am Wochenende mit Ihrer Tochter so ganz alleine?" antworten. Sein Tonfall wurde immer abfälliger und um 20 Uhr hielt er es nicht mehr aus. Er fuhr mit Alessia sofort nach Hause.
Als die Kleine dann im Bett war, öffnete er sich eine Wodkaflasche und rückte den bequemen Ohrensessel vor dem Fernseher zurecht. Gerade hatte er sich hineingesetzt und einen guten Krimi eingestellt, da klingelte schon wieder sein Telefon. Genervt nahm er ab. "Simon Blum?!" "Hallo, ich bins." Er erkannte die Stimme sofort und sie sagte ihm nichts Gutes voraus. Es war Fries. "Wir haben schon wieder eine Leiche gefunden. Weiblich, blond und jung..."

Freitag, 14. Januar 2011

Der Todesflüsterer

Zusammenfassung - Der Todesflüsterer

Das mysteriöse Verschwinden von fünf kleinen Mädchen schockiert das ganze Land und auch die Polizei war ratlos. Der Entführer arbeitete perfekt und hinterließ keine Spuren. Als die Polizei in einer Waldlichtung sechs Arme entdeckte waren sie ratlos. Fünf vermisste Kinder, sechs abgetrennte Arme. Irgendetwas konnte nicht stimmen. Mila Vasquez, Expertin für Entführungsfälle macht das Ermittler-Team von Profiler Goran Gavila komplett und wurde zum lösen dieses Falles beauftragt. Mila, eine der Hauptfiguren, arbeite fleißig an diesem Fall. Sie hat schon viele Entführungen aufgedeckt und dafür auch schon viele Auszeichnungen bekommen. Bei den meisten Fälle hat sie es mit Pedofilen zu tun, doch hier war es anders, der Täter hat seine Opfer keineswegs missbraucht, ja abgesehen von den abgetrennten Armen ;-). Trotzdem war Mila auch bei diesem Fall überzeugt, dass sie den Täter aufdecken würde und das sechste noch lebende Mädchen retten könnte. Doch während des Ermittelns, scheint es Mila als hätte es jemand besonders auf sie abgesehen. Oft fühlte sie sich verfolgt oder beobachtet. Auch im Ermittler Team lief es ihr nicht so gut. Rosa, Spezialistin für Computer, behandelte sie schlecht und auch der Rest vom Team nahm sie nicht all zu gut auf. Der Einzige der sie Richtig zu respektieren schien war Goran. Mila spürte, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlte.

Beim Ermitteln nach dem Täter wurde das Team oft an der Nase herum geführt oder auf falsche Wege gebracht. Je mehr sie bescheid wussten, desto mehr wurde ihnen bewusst das sie es mit einem genialen Psychopaten zu tun haben. Albert, so haben die Ermittler den Täter getauft, lässt in regelmäßigen Abständen die Leichen der verschwundenen Mädchen auftauchen und markiert mit ihnen Schauplätze bisher unentdeckter Verbrechen. Diese reichen oft weit in die Vergangenheit zurück und werden nur dank Albert aufgeklärt. Es scheint als möchte Albert, dem Team Rätsel stellen, Gorans Ermittlergruppe bleibt nichts anderes übrig als all die Rätsel zu lüften und die Puzzleteile zusammen zu fügen. Mit all dem möchte Albert seine psychologische Macht demonstrieren. Eine fieberhafte Suche nach dem zuletzt verschwundenen, möglicherweise noch lebenden Mädchen und dem genialen Psychopathen beginnt.


Donnerstag, 13. Januar 2011

3. Kapitel

"Stopp!", rief Simon den Männern zu, die immer noch dabei waren die Leiche in den Wagen zu bugsieren, und lief ihnen entgegen. Vorsichtig hob er das weisse Tuch, unter dem die Leiche lag, um sie zu betrachten. Es war eine hübsche, junge Frau mit langen, blonden Haaren. Sie hatte gewisse Ähnlichkeit mit Tamara. Schnell verwarf er diesen Gedanken und studierte das Zeichen auf ihrer Brust. "Sieht aus wie eine Rolex!", sagte er und schmunzelte, doch anscheinend schien niemand ausser ihm diesen Witz komisch zu finden. Tamara trat an seine Seite, warf ihm einen strengen Blick zu und verbarg die Tote wieder unter dem Tuch.
Auf dem Weg zum Polizeirevier sagte Tamara plötzlich etwas gereizt: "Mach dich nicht immer über die Toten lustig, Simon! Ich hätte genau so gut diejenige sein können, die kalt und leblos auf einer Trage liegt." Langsam fuhr Simon die Einfahrt zum Revier hinauf. "Stimmt, in gewisser Weise sah sie dir ähnlich!" "Ach was, die sah bestimmt nicht so gut aus wie ich", erwiderte sie frech. Er schüttelte nur den Kopf und stieg aus dem Auto. Tamara folgte ihm mit schnellen Schritten. Als sie in die Eingangshalle traten, klackerten ihre High-Heels laut auf dem Marmorboden. "Hallo Fries!", rief sie dem kleinen, pummeligen Polizisten zu, der bewundernd ihre langen Beine musterte
. "Weiss man schon etwas über die Leiche, die man heute Morgen beim Christbaummarkt gefunden hat?", fragte Tamara. "Gut, dass du fragst", erwiderte Fries stolz. "Sie heisst Patricia Brunner, ist 27 Jahre alt und stammt aus der Brunner-Familie, sie ist die Tochter dieses stinkreichen Immobilienmaklers. Sie ist in Zürich aufgewachsen, ist allerdings wegen dem Studium in Wirtschaft hierhergezogen." Er stockte kurz und sagte dann etwas gedämpft: "Volker versucht gerade die Familie zu erreichen."
Zu dritt gingen sie in den kleinen Konferenzraum neben Volkers Büro. Aus dem Nebenraum drang gedämpft die leise, eindringliche Stimme des Chefs. Nach einigen Minuten ging die Türe auf und der Kommandant trat in das Zimmer. Sofort war der Bann, mit dem die drei zugehört hatten, gebrochen und hektisches Treiben trat ein. "Gibt es ausser der ermordeten Brunner noch etwas anderes?", fragte Volker. Man konnte seinem kühlen Tonfall anhören, dass er diese Familie nicht sehr gut leiden konnte. Fries war wie gewöhnlich der Schnellste: "Ausser ein paar Strafzetteln ist nichts passiert. Jedoch hat der Polizei-Kommandant der Stadt Zürich angerufen. Er möchte über den Fall von Patricia Brunner auf dem Laufenden gehalten werden." Schwerfällig liess Volker sich auf seinen Stuhl fallen und erwiderte genervt: "Das ist ja wieder typisch! Nur weil dieser Brunner aus Zürich kommt und im Geld schwimmt, kriecht ihm die Zürcher Polizei in den Arsch und mischt sich wieder einmal in unsere Ermittlungen ein!" Simon, dem die betretene Stille anscheinend nicht aufzufallen schien, fuhr gelassen fort: "Ich werde jetzt zum Archiv fahren und die vergangenen Fälle nach etwas Ähnlichem durchsuchen. Vielleicht hatten wir schon einmal einen Fall mit einer eingeritzten Uhr auf der Brust."

Mittwoch, 12. Januar 2011

Donna Leon - Comissario Brunetti


Wir haben das Buch In Sachen Signora Brunetti von Donna Leon gewählt, Dies ist der achte Band von bereits 19 erschienenen Fällen des Commissario Brunetti.
Zuerst zur Autorin Donna Leon. Sie wurde am 28. September 1942 in New Jersey geboren. Danach studierte sie Englische Literatur an einer Universität. Jedoch lebte sie seit 1965 nie mehr in ihrer Heimat, da sie Amerika als Kulturellen Müll bezeichnet. Nun ist sie seit 1981 in Venedig wohnhaft. Mit 40 entdeckte sie ihre Lust am schreiben von Kriminalromanen. So kam es dann 1993 zu ihrem ersten Krimi unter dem Titel „Venezianisches Finale“.



Nun zu ihrer Hauptfigur Comissario Brunetti:


Er ist ein Familienmensch und oft sehr einfühlsam. Diese einfühlsame Ader spürt man oft auch in seinen Ermittlungen und vor allem den Verhören, welche er immer vor Ort durchführt. Seine Methoden, um ans Ziel zu kommen, sind nicht immer ganz legal. Oftmals hilft ihm seine Sekretärin Singorina Elettra mit Informationen weiter, welche sie gar nicht wissen dürfte. Dies gefällt seine Chef Patta überhaupt nicht. Brunettis einfühlsame Ader ist aber nicht nur im Beruf sondern auch zu Hause spürbar, darum ist das Familienleben, welches sehr harmonisch erscheint, oft ein Nebenschauplatz der Fälle.



In Sachen Signora Brunetti, Inhalt


Mitten in der Nacht stand eine Frau vor dem Schaufenster eines Reisebüros in Venedig, dies war nicht nur irgendeine Frau, sondern Signora Brunetti, Guido Brunettis Ehepartnerin. Sie zögerte kurz; dann warf sie mit aller Kraft einen Stein auf die Scheibe, setzte sich daneben und wartete auf die Polizei. Als diese eintraf und Paola Brunetti befragte, ob sie jemanden erkannte, beschrieb diese sich selbst. In der Questura benachrichtigen die beiden Polizisten Commissario Brunetti, dieser regelt die Sache inoffiziell. Doch als sich der Vorfall wiederholte, konnte Brunetti seine Frau nicht mehr decken und sie wurde angezeigt. All dies tat Paola nur um auf die Sexreisen aufmerksam zu machen, welche das Reisebüro vermittelte. Doch Commissario Brunetti fand ihre Aktion gar nicht in Ordnung. Zunächst, weil er als Polizist nichts von der Selbstjustiz hielt, aber auch weil Paola nicht über die Konsequenzen nachgedacht hatte. Beruflich konnte sich Guido nicht erlauben, dass seine Frau zu solchen Mitteln griff. Schlussendlich eskalierte die Situation soweit, dass Brunetti suspendiert wurde.


Dann geschah Unverhofftes: Signor Mitri, der Besitzer des Reisebüros (und vielen weiteren Geschäften aller Art) wurde ermordet. Bei seiner Leiche fand sich ein Zettel des Täters, der darauf hindeutete, dass der Mord wegen Sextourismus begangen wurde. Brunettis Suspendierung wurde daraufhin zurückgenommen und er übernahm diesen Fall.


Nun glaubten alle, dass Paolas Tat den Mörder dazu gebracht hatte Signor Mitri umzubringen. Dem war natürlich nicht so, obwohl sogar Brunetti und seine Frau daran zweifelten. Auf diese Anschuldigungen hin begann der Commissario noch intensiver zu ermitteln und verglich seinen Fall mit ähnlichen Morden der vergangenen Jahre, und tatsächlich führten alle Fälle zu nur einer Person, wie es zuerst schien, einem Serienmörder. Doch auch dies stellte sich als falsch heraus, denn dieser Mann war “nur“ ein Auftragskiller.


Dies brachte Brunetti sehr viel weiter in seinem Fall, er besuchte den Auftragskiller, doch dieser wurde von Brunettis Begleiter erschossen, als sie in seine Wohnung eindringen wollten. Die Polizei suchte die ganze Wohnung und die Umgebung ab, sie fanden wichtige Hinweise, welche die Ermittler direkt zum Auftraggeber des Mordes führten. Doch dieser hatte einen sehr guten Anwalt und konnte sich aus dieser Sache wieder befreien. Jedoch war Commissario Brunetti sehr schlau und dank seiner Scharfsinnigkeit konnte er den Fall doch noch lösen.



Wenn ihr nun wissen wollt, wer der mysteriöse Auftraggeber ist und weshalb Commissario Brunetti den Fall lösen konnte, dann lest doch das Buch.

Montag, 10. Januar 2011




Krimivortrag des Buches 16 Uhr 50 ab Paddington
und der Autorin Agatha Christie


Wir haben den Krimivortrag über das Buch 16 Uhr 50 ab Paddington von Agatha Christie vorgetragen. Die Hauptperson in diesem Buch ist die alte Lady Miss Jane Marple.


73 Kriminalromane, unzählige Kurzgeschichten und sogar Theaterstücke schrieb Sie, ja genau Sie Agatha Christie, die erfolgreichste Schriftstellerin aller Zeiten. Geboren wurde sie in Torguay Devon 1890. Sie wurde lange von ihrer Mutter unterrichtet, die schnell Agathas schriftstellerisches Talent entdeckte. Auf Forschungsreisen mit ihrem Mann, sammelte Sie viele Erfahrungen und konnte diese in ihren Romanen wieder niederschreiben. 1930 kam das erste mal in einem ihrer Romane die alt-jungfräuliche Miss Marple vor. Eines der Bücher von der Miss Marple Reihe wollen wir euch kurz vorstellen. 16 Uhr 50 ab Paddington ein Roman voller Spannung und Faszination. Er handelt von einem schrecklichen Mord in einem Zug, bei dem eine Frau erdrosselt wird.

Hier eine Kurzzusammenfassung:

Alles fing harmlos an, als Miss McGillicuddy über Weihnachten zu Miss Marple fahren möchte. Doch im Zug sieht sie wie ein Mann eine Frau, in einem vorbeifahrenden Zug, erdrosselt. Sie meldet den Mord sofort der Polizei, aber da keine Leiche gefunden wird, glaubt ihr niemand. Ausser ihre Freundin Miss Marple.
Fest entschlossen, die Leiche zu finden und den Täter zu überführen, fängt Miss Marple an die Leiche zu suchen. Sie merkt schnell, dass der Täter die Leiche aus dem Fenster geworfen haben muss.
So kommt sie auf das Anwesen Rutherford Hall. Da Miss Marple nicht mehr die Jüngste ist, bittet sie Lucy Eyelesbarrow in Rutherford Hall eine Anstellung als Hausfrau anzunehmen. Mit dieser Aufgabe beginnt für Lucy das Rätsel der Familie Crackenthorpe. Auf der Suche nach der Leiche stösst sie, auf weitere Merkmale. Mehr zufällig als gewollt, findet sie die Leiche. Doch mit dieser Entdeckung werden die Probleme nicht weniger, im Gegenteil. Die verdächtigen Personen werden Tag für Tag beobachtet und befragt. Da der Kommissar Craddock nur die Söhne verdächtigt, die scharf auf das grosse Erbe sind, grenzt sich die Geschichte etwas ein. Wer ist wohl der Mörder? Cedric Crackenthorpe oder Alfred Crackenthorpe? In diesem Fall ist es sicherlich nicht der Gärtner oder etwa doch?
Wir wissen es natürlich. Wenn ihr es wissen wollt, dann lest das Buch.


Hier könnt ihr den Mord noch einmal genauer begutachten:

http://www.youtube.com/watch?v=HM0acXZHAEU

Wir beschreiben Euch hier noch die wichtigsten Personen des Buches, falls ihr beim Lesen nicht mehr mitkommt:

Fangen wir an bei Elsbeth McGillicuddy. Sie wird die Zeugin des Mordes als sie zu ihrer Freundin Miss Marple fahren möchte. Sie ist klein, bleibt und kaum beeinflussbar.
Dann Lucy Eyelsbarrow. Sie ist 32 Jahre alt und hat in Oxford Mathematik studiert. Sie hat ein Faible für Menschen aller Art, einen gesunden Menschenverstand und ist sich für keine Arbeit zu schade. Deshalb nimmt sie, als Miss Marple sie darum bittet, eine Anstellung in Rutherford Hall, um die Leiche zu suchen.

Dann natürlich Miss Marple:

Miss Marple ist eine sehr Zielstrebige Person und sehr gescheit. Sie weiss immer genau was sie will. Ist altersschwach und so um die 70 bis 80 Jahre alt. Jedoch ist sie noch voll zurechnungsfähig, also Geistig noch total fit.Sie liebt die Gartenarbeit, muss diese jedoch im Moment lassen, da sich sich nicht mehr Bücken kann. Sie lässt die Leute oft im Dunkeln Tappen obwohl sie schon längst einen Verdacht hat der sich meist als Richtig erweist. Und eine grosses Hobby von ihr ist das Stricken, sie strickt wirklich gerne.

Eine ebenso wichtige Person ist Luther Crackenthorpe :

Er ist der Vater von sechs Kindern unter anderem zwei verstorbenen.
Luther besitzt aber auch Rutherford Hall. Er ist sehr geizig und hat Rheuma. Darum braucht er einen Arzt und zwar Dr. Quimper.

Craddock der Polizeikommissar ermittelt im Fall 16 Uhr 50 ab Paddington.
Hoffentlich hat Euch der Vortrag gefallen...?!
Wir freuen uns auf ein Weiteres Mal.
Anja Markzoll & Mirjam Studer