Sonntag, 16. Januar 2011

Petra Ivanov und ihr Buch "Fremde Hände"


Buchvortrag über Petra Ivanov und ihr Buch „Fremde Hände“

Die Autorin unseres Buches, Petra Ivanov, wurde 1967 in Zürich geboren und verbrachte ihre Kindheit in den USA. Die Matura schloss sie jedoch in der Schweiz ab, wo sie auch die Dolmetscherschule besuchte. Später arbeitete sie als Sprachlehrerin und als freie Übersetzerin. 1995 bis 2006 war sie als Redaktorin tätig und bildete sich in Journalismus und in Erwachsenenbildung weiter. Auch heute arbeitet die Autorin noch als freie Journalistin. Petra Ivanov reiste früher oft ins Ausland und sammelte dort viele Eindrücke von miserablen Zuständen in anderen Ländern (Menschenhandel, Gewalt). Mit ihren Zeitungsartikeln wollte sie die Menschen darauf aufmerksam machen, erhielt aber nur sehr wenig Publikum. Dann fing sie an, Krimis zu schreiben. Mit diesen wollte sie viele Menschen ansprechen und über die heutigen Missstände in der Gesellschaft aufklären. In ihrem ersten Buch „Fremde Hände“, unser Vortragsbuch, wollte Ivanov zuerst keine Leiche. Aufgrund fehlender Spannung erfand sie zur wahren Geschichte einen Mord dazu. Heute ist Petra Ivanov eine viel gefragte Schriftstellerin, schrieb bis heute schon fünf Erwachsenenromane und drei Jugendbücher. Dafür erhielt sie diverse Buchpreise.

Hier kommt man zu Petra Ivanovs Internetseite

Das Ermittlerduo Bruno Cavalli und Regina Flint kommt in allen fünf Kriminalromanen von Petra Ivanov vor. Das Duo ist sehr speziell. Hier ein kleiner Überblick über das Verhältnis zwischen den beiden in unserem Vortragsbuch sowie eine kleine Personenbeschreibung mit den Ermittlungsmethoden von Regina und Bruno:

Vor fünf Jahren trennten sich Flint und Cavalli, doch zwei Jahre später hatten sie wieder eine Affäre miteinander. Es war deshalb nicht einfach für die beiden, nach längerer Zeit des Nichtsehens, einen gemeinsamen Fall zu lösen. Regina, sowie auch Bruno, wussten am Anfang nicht, was sie voneinander halten sollten. Diese „Liebesgeschichte“ von ihnen bringt Abwechslung in das Buch von Petra Ivanov und zeigt zudem auch die Schattenseiten von Flint und Cavalli.


Regina Flint, die dünne und attraktive Bezirksanwältin, arbeitet eng mit der Polizei zusammen. Bei Befragungen geht sie sehr feinfühlig vor und versucht sich in die Opfer zu versetzen. Regina ist oft überfordert mit ihrem Beruf, was auch daran liegen könnte, dass sie ihren Chef nicht mag.

Bruno Cavalli, ein 42 Jahre alter Polizist, der wegen seiner Indianerabstammung oft auch Häuptling genannt wird, genoss ein Teil seiner Ausbildung in Amerika. Cavalli ist ein ordentlicher, sportlicher Mann. Der Frauenheld wohnt in einer spartanischen Wohnung. Mit Tätern geht Bruno manchmal sehr brutal um, wenn es darum geht, ein Geständnis abzulegen. Ausserdem bespricht er mit seinen Arbeitskollegen jeden Tag bei einer Sitzung, welche Arbeiten bevorstehen.

Zusammenfassung:

Im Buch „Fremde Hände“, unser Vortragsbuch und das erste geschriebene von Petra Ivanov, geht es grundsätzlich um das Thema Prostitution und Menschenhandel. Wir erleben die Geschichte aus drei Perspektiven. Hauptsächlich aus der Sicht der Bezirksanwältin Regina Flint und des Kommissars Bruno Cavalli. In kurzen Abschnitten spielt die Geschichte in der erlebten Rede. Beim Lesen versinkt man dabei in den Gedanken der 17 jährigen Zeugin Aurora. Man erfährt, wie ihre beste Freundin in ihrem Beisein brutal umgebracht wurde. Aber wie kam es dazu? In einer Kehrichtverbrennungsanlage wird die Leiche e iner jungen Frau gefunden. In einer Dachbox eingeschlossen, wurde sie dort von einem Mann in einem schwarzen Chrysler, entsorgt. Ein Müllmann hatte eine heraushängende Hand per Zufall entdeckt, als das Auto schon längst weg war. Die Obduktion der Leiche ergibt, dass der Mord nicht gewaltlos verlaufen sein konnte. Bruno Cavalli, der leitende Ermittler in diesem Fall und Regina Flint, seine Kollegin und gleichzeitig ehemals Geliebte, haben es nicht einfach an Indizien und Beweisen für den Fall zu kommen. Doch schon bald stellt sich heraus, dass der oder die Mörder im Rotlichtmillieu der Stadt Zürich zu finden sind. In der Nähe des Fundortes des Chryslers, mit dem die Tote transportiert worden war, glaubt eine Frau in der Mordnacht Schreie aus einer Wohnung gehört zu haben. Der Jugo, wie sie sagt, gehe öfters mit jungen Frauen in der Wohnung ein und aus. Zu besagter Zeit sei noch ein Mann bei ihm gewesen, mit einer Lederjacke, wie die Nachbarin durch ihren Türspion erkannt habe. Die Polizei geht den neuen Hinweisen nach. Beim Durchsuchen der verdächtigen Wohnung, erinnern die Zimmer Regina an ein Bordell. Auf dem Boden liegen Matratzen, die Blutverschmiert sind. Cavalli entdeckt im Zimmer eine Halskette. Später findet er heraus, dass alle minderjährigen Prostituierten eine solche tragen, denn ihr Alter macht sie zu sehr begehrten Opfern sexueller Gewalt. Es wird klar, dass in der Wohnung eine Frau ermordet worden war und es eine Zeugin geben musste, die flüchten konnte. Nach dieser Zeugin wir d nun gesucht, doch sie sind nicht die Einzigen, die ein Interesse daran haben, diese zu finden. Ist der schwarze Mercedes daran beteiligt, der Regina verfolgt und wer hat ihr Büro durchwühlt? Mit der Zeit wird klar, dass das alles etwas mit der Ermordung zu tun hat. Im gefundenen Chrysler werden Medikamentenschachteln gefunden und dank der Hinweise, die diese liefern, kann ein Mann festgenommen werden. Doch noch während er zum Gefängnis gefahren wird, erschiesst ihn jemand gekonnt aus einem vorbeifahrenden, schwarzen Mercedes… Werden dem brutalen Mörder noch mehr Menschen zum Opfer fallen oder wird ihn das Ermittlerteam bald aufspüren? Das wollen w ir euch nicht verraten!


Unser Vortragsbuch beinhaltet eine klare Botschaft: Die Autorin will über Prostitution und Menschenhandel aufklären, wovon viele Minderjährige schon betroffen sind. Ivanov nahm die Angst von jungen Frauen sehr gut auf und vermittelt sie anderen Menschen mit ihrem Buch. Sie spricht Themen an, die viele nicht wahrhaben wollen. Ausserdem geben die Schattenseiten des Ermittlerduos eine sehr natürliche Wirkung auf den Leser ab.

Wir empfanden das Buch als sehr eindrücklich und es gab viele gute Einblicke in nicht alltägliche Situationen.

Grundsätzlich können wir das Buch sehr gut weiterempfehlen. Vor allem jenen, die daran interessiert sind, etwas über das Untergrundleben von kriminellen Organisationen zu erfahren.


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