Sonntag, 23. Januar 2011

Kapitel 5

Eigentlich sollte er nicht noch mehr von dem guten Schokoladenkuchen zu sich nehmen, denn er hatte schon genug Speck auf den Rippen. Dennoch bestellte er ein Stück bei der jungen Serviertochter. Er suchte sich einen Platz am Fenster, um den Vierwaldstätersee besser betrachten zu können. Das Kaffee Heini war schon immer seine Lieblingsgaststätte gewesen. Seine Grossmutter hatte ihn immer zu einem Dessert hier eingeladen, seine Mutter hatte nie Zeit gehabt, um etwas mit ihm zu unternehmen. Er liess seinen Blick über die Menschenmenge schweifen und entdeckte, dass sich ein paar Bauarbeiter am Einkaufszentrum zu schaffen machten. Dieser Anblick erinnerte ihn an den Bau des Soccer City Stadions in Kapstadt, für die Fussballweltmeisterschaft, bei dem er mitgearbeitet hatte. . . Nun war er wieder hier und er konnte sein Werk vorantreiben. Die Serviertochter kam an seinen Tisch und fragte ihn, ob er ein weiteres Stück möchte, denn er hatte seinen Schokoladenkuchen schon gegessen, ohne dass er es gemerkt hatte, er verneinte und bedankte sich höflich. Er packte seinen Mantel und verliess das Kaffee, beim Hinausgehen fiel sein Blick auf eine junge, blonde Frau.Er beschloss sie anzurempeln, um mit ihr in ein Gespräch zu kommen.Als er seine Gedanken in die Tat umgesetzt hatte. Entschuldigte er sich und fragte, ob er dieses Missgeschick bei einem Dinner wettmachen könne. Sie antwortete, dass sie es sich noch überlegen müsse und reichte ihm ihre Karte. Er ging sichtlich entspannt aus dem Kaffee. Denn er wusste, was nun zu tun war.

7 Kommentare:

  1. Guter Text. Ich würde aber einige Dinge noch etwas ändern. Es sind einige Kommafehler geschrieben und das Kapitel wirkt etwas kurz. Und sehr komisch finde ich auch, dass er die Frau sieht und sofort weiss, dass sie sein Opfer wird. Die Frau sollte misstrauischer sein. Seine Überlegungungen könnte man noch weiterschreiben und so auch einen längeren Text machen. Am Anfang ist einfach etwas über sein Essen, das Café etc. geschrieben. Und in den letzten zwei Sätzen kommt dann wie alles auf einmal, das schreckt fast etwas zurück und weicht vom ersten Text ab, den Lena geschrieben ist. Das finde ich jedenfalls.

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  2. Ich stimme Nina zu: Der Text darf noch etwas subtiler sein, er ist etwas einfach "gestrickt"; dass er in ihr sofort ein Opfer erkennt, ist zwar möglich, aber er würde es in der erlebten Rede viel weniger offensichtlich formulieren. Spannender wäre es auch, wenn er uns nicht verraten würde, weshalb er in Kapstadt gewesen ist. Der Leser kann dann selber Dtektiv spielen...

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  3. Zuerst möchte ich erwähnen, dass ich es gut finde wieder einen Text aus der Sicht des Mörders zu lesen. Beim Schluss stimm ich Nina zu, dass er evt. ein bisschen kurz geraten ist. Wie wäre es denn, wenn man die Serviertochter als Blondine beschreiben würde?

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  4. Ich habe im Buch "Der Todesflüsterer" vom DE-Vortrag von Emanuel und Candid gelesen, dass Serienmörder ein sehr einheitliches Vorgehen an den Tag legen und ihre Opfer über Monate hinweg sorgfältig auswählen. Sie versuchen, mit ihnen Kontakt aufzunehmen, ihre Gewohnheiten und den Charakter herauszufinden. So kann er schauen, ob die Person in sein Muster passt, erst dann schlägt er zu. Und genau das sehe ich auch in einem Serienmörder. Er geht streng nach den einheitlichen Vorschriften seines "Egos" vor, weicht niemals davon ab.
    Ein Mörder, der seine Opfer über Nacht auswählt, ist mehr ein Gelegenheitsmörder, der Fehler macht und wegen seinen meist persönlichen Problemen morden muss.
    Ein Serienmörder mordet ja eigentlich aus purem "Vergnügen"...

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  5. Ich finde dein Text widerspricht sich selber, denn für mich ist eher ein Gelegenheitsmörder einer, der aus Spass mordet. Hingegen ein Serienmörder, denke ich, tötet Leute aus einem Grund.

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  7. ch finde es auch ein bisschen schade, dass er so wahllos ein Opfer erkennt. (Könnte man das nicht ganz weglassen und in der nächsten Rückblende einbauen?)

    @Nina (& Herr Arnet)
    Ich finde es gut, dass dieses Kapitel kurz ist, es soll ja mehr ein Zwischenteil sein und das 1. ist auch nicht länger! Zugegeben, der Schluss ist etwas knapp.
    Dass die Zeitabstände zwischen den Morden Monate sein sollten, widerspricht jetzt: Doch eins konnte er sich nicht erklären, vier der sechs Todesfälle passierten innerhalb von drei Wochen und zwar im Jahre 2008 (ca. in der Mitte des 6. Kapitels).

    Lg Ramona

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